Alkoholbedingte Lebererkrankung

Wer über einen längeren Zeitraum hinweg übermäßig viel Alkohol konsumiert, riskiert eine Schädigung der Leber. Alles zur genauen Ursache, den Symptomen und den Behandlungsmöglichkeiten von einer alkoholbedingten Lebererkrankung erfahren Sie hier.

Alkoholbedingte Lebererkrankung: Symptome, Ursachen, Diagnose

Eine alkoholbedingte Lebererkrankung ist eine Schädigung der Leber, die auf einen langanhaltenden und hohen Alkoholkonsum zurückzuführen ist. Diese Schädigung kann sich unterschiedlich entwickeln und in Form einer Leberentzündung, einer Fettleber oder einer sich in Form einer Leberzirrhose einhergehen. Während einige Menschen erst bei sehr langem, exzessivem Konsum von Alkohol einen deutlichen Leberschaden erleiden, können andere Personen bereits bei einem geringen Konsum eine solche Schädigung davontragen.

Bei einer Fettleber spürt der Patient keine deutlichen Symptome. Allerdings bringen die Leberzirrhose und die Leberentzündung in der Regel schwerwiegende Krankheitserscheinungen mit sich, wie ein unangenehmer Juckreiz und Gefäßveränderungen der Haut, sichtbare Rötung der Handflächen, eine Verhärtung der Sehnen in den Fingern wodurch kein durchstrecken mehr möglich ist sowie sichtbar vergrößerte Venen am Bauch. Unter Umständen kann es auch zu blutigem Auswurf kommen und nicht zuletzt zu psychischen und geistigen Veränderungen – von zittrige Händen bis hin zu schweren Gehirnerkrankungen. Auch die Gelbsucht tritt bei einer schweren Leberschädigung unter anderem auf.

Um eine genaue Diagnose stellen zu können, wird der Arzt zunächst die Leber des Patienten abtasten und die Augen und Haut auf die oben genannten Symptome untersuchen. In einem ausführlichen Gespräch wird außerdem der übliche Alkoholkonsum des Patienten erfragt. Zahlreiche Bluttest sowie klinische Untersuchungen geben Aufschluss über den Grad und die genauen Ursachen der Leberschäden. In vielen Fällen wird zudem eine Ultraschalluntersuchung der Leber vorgenommen, und die Struktur und Größe des Organs genau beurteilen zu können. In einigen Fällen entnimmt der Mediziner mithilfe einer Nadel eine Gewebeprobe der Leber, allerdings nur dann, wenn es unbedingt zur genauen Abklärung erforderlich ist.

Behandlung von alkoholbedingten Lebererkrankungen

Leidet der Betroffene unter einer alkoholbedingten Fettleber, sollte sofort der Alkoholkonsum eingestellt werden, denn dann kann diese Erkrankung vollständig ausheilen. Hat sich hingegen eine Fibrose und Zirrhose der Leber entwickelt, muss zunächst die fortgesetzte Schädigung gestoppt werden, damit ein Versagen des Organs zu verhindern. Die wichtigste und notwendigste Maßnahme ist die sofortige Beendigung des Alkoholkonsums. Auch Medikamente, welche schädliche Substanzen für die Leber beinhalten, sollten ab sofort gemieden werden. Zudem ist eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung wichtig, da nicht selten eine Mangelernährung besteht.

Treten Komplikationen auf, wie z.B. schwere Blutungen und /oder Bewusstseinsstörungen, muss umgehend eine intensivmedizinische Therapie begonnen werden, denn diese sind mit einer relativ hohen Sterblichkeitsrate verbunden. Eine alkoholbedingte Leberentzündung ist ein schwereres Krankheitsbild. Der akute Zustand dieser Erkrankung ist sofort behandlungsbedürftig. Bisher wurden bereits verschiedene Therapieoptionen untersucht, wie etwa die Behandlung mit Kortison oder Pentoxifyllin. Leider zeigen diese Medikamente nicht bei allen Patienten Wirkung. Ist die Leberschädigung sehr schwer, kann unter Umständen eine Lebertransplantation lebensrettend sein. Allerdings muss der betroffene Patient für eine Organtransplantation mindestens 6 Monate lang „trocken“ sein.

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